Erneuerbare Energie
 


Ob Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erd- und Umweltwärme: Die Nutzung regenerativer Energien schont fossile Energieressourcen, entlastet die Umwelt und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Heute und in absehbarer Zeit können erneuerbare Energien die konventionellen zwar nicht ersetzen – doch die Zukunft gehört ihnen.

 

Quelle. UK-Magazin


Heute machen erneuerbare Energien rund 13,5 Prozent des Primär- Energieverbrauches der Welt aus. Klassische erneuerbare Stoffe wie Holz, Dung, sonstige Biomasse und Abfälle haben einen großen Anteil daran. Vor allem in armen Ländern wird Biomasse zum Kochen und Heizen verwendet. Dies ist problematisch, weil das Verbrennen von Holz in vielen Regionen zur Entwaldung und Bodenerosion führt. Der Rauch der offenen Feuerstellen gefährdet zudem die Gesundheit der Bevölkerung

Windkraft
Windkraft ist in Deutschland das dominierende, aber auch gleichzeitig das umstrittenste Zeichen der Energiewende. Deutschland gilt international als "Weltmeister" bei der Windenergie. Rund vier Prozent des hierzulande erzeugten Stromes kommt von Windrädern. Erwartungsgemäß werden Windkraftwerke auf hoher See (Offshore-Anlagen) diesen Anteil in 25 Jahren sogar auf 25 Prozent steigern. Die Risiken der Offshore-Anlagen sind allerdings beträchtlich.

Solarenergie
Die Kraft der Sonne lässt sich auf zwei Arten nutzen: Zur Erzeugung von Wärme, jüngst auch von Kälte (Solarthermie), oder Strom ( Photovoltaik ). Bislang decken diese Formen nur einen geringen Teil des globalen Energiebedarfes. In den Industrieländern hat Solarthermie nur einen Anteil von zwei Promille am Energieverbrauch. Photovoltaik liefert weltweit weniger als ein Promille des Stroms. Für die Zukunft prognostizieren Experten der Solarenergie allerdings das größte Potenzial.

Erdwärme (Geothermie)
Im Inneren unserer Erde ist immens viel Wärme gespeichert. Dieses nahezu unerschöpfliche Energiereservoir lässt sich zum Heizen und zur Stromproduktion nutzen und das rund um die Uhr. Grundsätzlich werden zwei Verfahren unterschieden: Bei der hydrothermalen Geothermie werden natürliche Heißwasservorkommen angezapft. Beim Hot-Dry-Rock-Verfahren wird Erdwärme aus trockenem Gestein gewonnen, indem Wasser unter hohem Druck in zerklüftetes Tiefengestein gepumpt wird, wo es von der Erdwärme erhitzt wird und im Kreislauf wieder an die Oberfläche gelangt.

Wasserkraft
Wasserkraft ist die einzige erneuerbare Energiequelle, die weltweit schon einen bedeutenden Anteil an der Stromerzeugung hat: 17 Prozent sind es. Lateinamerika deckt drei Viertel seines Strombedarfes aus Wasserkraft. Vorteil dieser Energiequelle sind die niedrigen Kosten bei der Stromerzeugung. Diese Energieform ist nicht nur emissionsfrei und erneuert sich ständig selbst, als wichtigster Vorteil gilt auch, dass sie sich im Gegensatz zu Wind- oder Sonnenenergie in Stauseen speichern und je nach Bedarf abrufen lässt.