Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der nachhaltigen
Energiegewinnung. Diese erfolgte an Seen, Flüssen und Meeren
immer schon dezentral.
In früheren Tagen stand die Bereitstellung mechanischer
Energie etwa für die Mühlen unserer Gesellschaft oder auch für
Hammerwerke, Schmieden und Webstühle im Vordergrund. Heute
geht es vorwiegend um elektrische Energie.
Ausgereifte Technik
Die traditionelle Nutzung der Wasserkraft beruht auf einer
weltweit ausgereiften und gewährten Technologie.

Quelle: UK-Magazin
Das Grundprinzip ist einfach: Über Wehranlagen oder Dämme wird
die potenzielle Energie des Wassers gesammelt, herabfließendes
Wasser kann ein Rad, eine Schraubenwelle oder eine Turbine
antreiben. Durch die Geschwindigkeitsänderung des Wassers beim
Auftreffen auf die Rotorblätter einer Turbine etwa wird eine
Kraft (Impuls) wirksam, welche die Turbinenwelle in Bewegung
setzt. Dabei wird die potenzielle Energie des gestauten Wassers
in kinetische Energie (Bewegungsenergie) und diese wiederum in
elektrische Energie umgewandelt, indem die Welle der Turbine
einen Generator antreibt.
Durch das Bewegen oder Drehen eines Leiters im Magnetfeld des
Generators wird Kraft auf die freien Elektronen ausgeübt.
Dadurch entsteht elektrische Spannung, die die Elektronen in
Richtung des Leiters bewegt. Es fließt elektrischer Strom, der
in das öffentlich Leitungsnetz eingespeist oder unmittelbar
verbraucht wird.
Speicherkraftwerke nutzen das hohe Gefälle und die
Speicherkapazität von Talsperren bzw. Bergseen zur
Stromerzeugung. Laufwasserkraftwerke verwenden die Strömung
eines Flusses zur Stromerzeugung. Charakteristisch ist die hier
die niedrige Fallhöhe bei einer relativ großen, aber
jahreszeitlich mehr oder weniger stark schwankenden Wassermenge.
Je nach Volumenstrom und Fallhöhe des Wassers kommen
unterschiedliche Turbinentypen in den Kraftwerken zum Einsatz.
Anders als etwa bei im Flugzeugbau handelt es sich bei
Wasserturbinen um sehr langsam drehende, massive Maschinen mit
einer Lebensdauer von vielen Jahrzehnten.

Quelle: Voith Siemens
Begriffe:
Pumpspeicherwerke dienen vor allem als Energiespeicher.
Das heißt: Nachts wird gepumpt, tagsüber werden Spitzen
abgefahren.
Hochdruckanlagen nutzen das große Gefälle im Gebirge
(>50m).
Mitteldruckanlagen werden meist in Mittelgebirgen gebaut,
bei einem Gefälle zwischen 15 und 50 m.
Niederdruckanlagen sind für Flusstäler ausgelegt mit
einem Gefälle von weniger als 15 m. Es sind meist
Laufwasserkraftwerke, bei denen man wiederum zwischen Fluss-
oder Buchtenkraftwerken und Ausleitungskraftwerken unterscheidet
.